Halbnackte Schönheiten, Sinnlichkeit und Exotik: Orientalistische Klischees prägen unser Bild vom „Bauchtanz“. Der Realität des Tanzes wird das nicht gerecht. Und es vergisst das emanzipatorische Potential dieser Kunstform, meint Sherin Striewe.
Die deutsche Öffentlichkeit streitet sich oft über das richtige Verhältnis zu Israel. Die tatsächliche Geschichte der deutsch-israelischen Beziehungen wird dabei außer Acht gelassen.
Für viele Muslim*innen ist „Allahu Akbar“ ein ganz alltäglicher Ruf zu Gott. Doch dass er in gewissen Kontexten auch als Schlachtruf gegen religiöse Minderheiten genutzt wird, lässt sich nicht wegdiskutieren, findet Cem Bozdoğan.
Die einen rühmen die verbindende Kraft der Kulturdiplomatie, andere sehen sie als Speerspitze handfester Wirtschaftsinteressen. Was leistet deutsche „soft diplomacy“ heute – und was gibt es zu kritisieren?
Die Beziehungen zwischen Deutschland und Iran sind wechselhaft. Gerade in der Wirtschaft sind die Gesprächsfäden trotz aller Umstände jedoch nie ganz gerissen. Das gleicht einer ständigen Wette auf die Zukunft.
Seit Mai gehen die Menschen im Irak wieder auf die Straße. Nach einer Pause aufgrund der Corona-Pandemie und der Bildung einer neuen Regierung zeigen die Demonstrierenden nun erneut, dass ihnen oberflächliche politische Veränderungen nicht genügen.
Die Ölpreiskrise geht zwar in der Kakophonie der Pandemie unter, signalisiert aber umfassende globale und regionale Verwerfungen. Adam Hanieh erklärt den Preisverfall sowie Zusammenhänge mit der Klimakatastrophe und migrantischen Kämpfen.
Vom Unabhängigkeitskampf bis ins Fußballstadion: Protestlieder spielen in der Revolutionsgeschichte der Länder Westasiens und Nordafrikas immer wieder eine wichtige Rolle. Analyse einer Musiktradition, die droht, vergessen zu werden.
Ein neues Gesetz schreibt Frauen vor, wie sie sich in den sozialen Medien zu kleiden haben. Immer wieder mischt sich das iranische Regime ins Privatleben der Menschen ein. Wer das nicht kritisiert, ist privilegiert und angepasst, findet Omid Rezaee.
Die Welt ist im Umbruch – und mit ihr die deutsche und europäische Außenpolitik. Welche Interessen geben in Westasien und Nordafrika den Ton an? Wo steht Deutschland und wo soll es hingehen? Das wollen wir in unserem Dossier beleuchten.
Wer über Frauen aus Westasien und Nordafrika berichtet, reproduziert oft ungewollt Stereotype. Ihre Geschichten unerzählt zu lassen, ist aber auch keine Lösung, findet Hannah El-Hitami.
Ali Ergül ist Aktivist und Dokumentarfilmer in Hasankeyf. Er hat den Bau des Ilısu-Staudamms begleitet, der in der Südosttürkei im Tigris-Tal große Landstriche überflutet hat. Dis:orient hat mit ihm gesprochen.



























